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Stefanie Geissen

Stefanie Geissen

'Mein Studium könnte nicht besser laufen und ich bin absolut zufrieden!'

Informatik und Forschung kombinieren
Informatik war eh immer schon mein Ding, ich habe mich aber auch für Forschung interessiert, vor allem im biologischen Bereich, Neurologie, Krebsforschung und Genetik. Vor ca. 2 Jahren habe ich dann von dem relativ neuen Studiengang Bio-Informatik gehört und war gleich hellauf begeistert.
Der Gedanke, das Studium an einer deutschen Universität in einem Hörsaal mit 400 Mitstudenten zu absolvieren erschien mir aber nicht so attraktiv, ich bin eher jemand der durch Ausprobieren, Projekte, Lernen in kleinen Gruppen etc. profitiert statt sich trockene Theorie anzuhören. 


Ein Bekannter von mir hat in den Niederlanden studiert und mir davon vorgeschwärmt wie gut dort die Betreuung durch Dozenten ist, wie modern die Lerninhalte sind und wie international alles ausgerichtet ist. Nach weiterer Internetrecherche und dem Lesen von Erfahrungsberichten war ich dann vollends überzeugt, in den Niederlanden studieren zu wollen.


Für Bio-Informatik gibt es 3 Standorte in den Niederlanden, die Wahl an die Hanze zu gehen fiel dann nach einem Tag der offenen Tür - das Gefühl hat einfach gleich gestimmt und die Stadt ist auch nicht ganz so weit von meiner Heimatstadt entfernt.

Mein Studium könnte nicht besser laufen und ich bin absolut zufrieden! Die Dozenten sind immer für einen da, auch wenn man den Lernstoff nicht versteht kann man so lange fragen bis man es wirklich verstanden hat.  Ich gebe zu dass der Anfang etwas hart war: Unterricht auf Niederländisch, Lerninhalte die ich mir selbst erarbeiten musste, weil ich ein Jahr übersprungen habe - aber jetzt nach einem guten halben Jahr kann ich wirklich sagen dass ich angekommen bin. Ich habe mich eingelebt und komme mit der Sprache, meinen Mitstudenten und den Lerninhalten super zurecht.

Kleine Gruppen machen das Lernen effektiv
Was mir besonders gut gefällt ist das mein Studiengang vermutlich einer der kleinsten an der Hanze ist - wir sind teilweise nur 10 Personen; zudem gibt es Kurse mit nur 3 Personen. Ich kann mir kaum vorstellen dass man in Deutschland so kleine Kurse stattfinden lassen würde.


Was ich ganz toll finde ist der Aufbau des Studiums anhand von Projekten: Man hat ein Hauptprojekt pro Quartal, z.B. mussten wir in diesem Quartal untersuchen ob es möglich ist, ein DNA-Microarrray für den Parasiten Plasmodium falciparum (Malariaerreger) zu untersuchen. Es geht hierbei sowohl um die Durchführung im Informatikbereich (Scripte programmieren um die Gendaten zu verarbeiten, Datenbanken planen) als auch um die biologische Seite (Was wird für ein Microarray benötigt, wie verlässlich sind die vorhandenen Daten, welchen Problemen z.B. durch Auffalten von kurzen Genstücken kommt man entgegen).

Stärken nutzen
Neben diesem Projekt an dem man ca. 15-20 Stunden pro Woche arbeitet, hat man weitere Fächer, die genau dieses Thema unterstützen, z.B.  Biochemie, Genetik, Statistik oder auch Datenbanken. Für das Projekt bekommt man so das nötige Hintergrundwissen geliefert.

Ebenfalls finde ich es richtig gut dass hier jeder die Möglichkeit hat, seine Stärken zu nutzen und sich in die Bereiche die einen interessieren zu vertiefen und Sonderprojekte zu machen.

Groningen, eine Stadt zum Wohlfühlen
Groningen ist eine Traumstadt, hier kann man sich nur wohlfühlen! Es gibt hier wirklich für jeden die Möglichkeit seine Freizeit angenehm zu gestalten, sei es durch Sportangebote, Ausflüge, den Stadtpark, Konzerte, Kultur etc.

Der einzige Nachteil ist, dass die Mietpreise hier unheimlich hoch sind. Aber wenn man rechtzeitig beginnt nach einem Zimmer Ausschau zu halten (hier kann ich die zwei Groningen Gruppen auf Studivz empfehlen) kommt man oft auch an ein gutes, bezahlbares Zimmer!


Alles in allem würde ich diese Wahl wirklich immer wieder treffen!

Stefanie Geissen - 2. Jahr Bio-Informatik