Sie sind ein echter Spielefanatiker, aber Ihre Freunde spielen noch lang nicht so gut wie Sie? Ihre Eltern finden darüber hinaus, dass Sie weniger spielen und sich mehr bewegen sollten? Studenten der Hanze University of Applied Sciences haben die Lösung: Im Auftrag von Logica und TNO haben sie ein Spiel entwickelt, bei dem man über das Internet mit mehreren Menschen spielen kann, ohne dass zu erkennen ist, dass sich der eine Spieler leichter bewegt als der andere.
„Die virtuelle Sportschule“ ist ein Spiel, bei dem sich die Menschen gemeinsam bewegen. Der Input für das Spiel erfolgt über physische Bewegungen der Anwender. Bedingung hierbei ist, dass Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Möglichkeiten die gleichen Chancen haben, erfolgreich zu spielen.
So kann es zum Beispiel ein zwölfjähriger Junge mit seiner 75jährigen Großmutter aufnehmen. Der 12jährige Junge muss sich dabei viel mehr bewegen als die 75jährige Großmutter, um dasselbe Ergebnis zu erreichen. Beide müssen jedoch gleichermaßen ihr Bestes geben, um den anderen zu besiegen.
Timo, Remmelt und Roelof haben zunächst eine Untersuchung über geeignete Spiele, Eingabegeräte und Kommunikationsstrukturen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden für Entwurf und Konstruktion eines Prototyps, einer Variante des bekannten Spiels „Tetris“, verwendet. Diese Variante vergrößert die Spielerfahrung, motiviert Spieler, sich zu bewegen und kann mit mehreren Spielern gleichzeitig über das Internet gespielt werden. Zur Ansteuerung des Spiels entschied man sich für die Nintendo Wii Remote, aber mit einer kleinen Anpassung können auch andere Controller verwendet werden.