Der Studiengang beschäftigt sich vor allem mit den physiologischen Auswirkungen von Sport zur Prävention von Krankheiten im Topsport, aber auch mit der Betreuung und Beratung vom Topsportlern bis zum Obesitas-Patienten – ein sehr breites Feld wird dabei also abgedeckt. Es gibt auch die Möglichkeit Sportmanagement oder Sportentwicklung (Lehramt) an dieser Fakultät zu studieren. Alle drei Studienrichtungen beginnen gemeinsam ihr Studium. Nach einem halben Jahr kann man sich dann endgültig für eine Richtung entscheiden.
Ich wollte schon immer gerne „irgendwas mit Sport“ studieren, nur schienen mir die Möglichkeiten dazu in Deutschland ziemlich begrenzt, da ich keine Sportlehrerin werden wollte. Ich bin also eher zufällig im Internet auf die Hanze gestoßen, habe meine Eltern eingepackt und bin ganz spontan zum Tag der offenen Tür gefahren. Zunächst einmal war ich sehr beeindruckt von dem Campus, aber vor allem von der Sport-Fakultät. An Räumlichkeiten und Material stehen den Studenten dort wirklich alle Möglichkeiten zur Verfügung. In diesem modernen Sportkomplex befinden sich die Topsporthalle, eine Turnhalle, ein Tanzsaal, ein Sportschwimmbad, ein Fitness- und Gesundheitszentrum, eine Computerlandschaft, natürlich Hörsäle und Klassenräume und ein ganz neues Labor (das „SportFieldsLab“), dass auch von „echten“ Topsportlern zu Forschungszwecken genutzt wird.
Völlig überwältigt von den Möglichkeiten, die den Studenten dort geboten werden, habe ich mich also direkt per Internet eingeschrieben und für den Sprachkurs angemeldet, denn dieses Studium wird (bis jetzt) nur auf Niederländisch angeboten.
Im Moment bin ich sehr glücklich mit meiner Wahl, weil der Inhalt des Studiums genau an meine Interessen anschließt und die Dozenten sehr hilfsbereit und interessiert in die Entwicklung jedes einzelnen Studenten sind.
Während des ersten Jahres wurde hauptsächlich in Arbeitsgruppen mit mehreren Studenten gearbeitet. Wir wurden also auch gemeinsam für unsere Leistungen beurteilt. Das war nicht immer einfach, aber man lernt dabei sehr viel über das Funktionieren in einer Gruppe. Jetzt im zweiten Jahr haben wir viel mehr Möglichkeiten, um individuell zu arbeiten und man ist selbst für all seine Ergebnisse verantwortlich. Die Sprache ist dabei selten ein Problem.
In die Stadt Groningen zu kommen war eindeutig die richtige Wahl. Hier wird den Studenten alles an Sport, Shopping, Kultur und natürlich Feiermöglichkeiten geboten. Der große Vorteil ist dabei, dass Groningen, obwohl es alles zu bieten hat, eine recht kleine Studentenstadt ist. Man kommt immer schnell mit dem Fahrrad von A nach B und die Wahrscheinlichkeit sich zu verfahren ist recht gering. Das Nachtleben findet konzentriert in zwei bis drei kleinen Straßen statt, in denen aber für wirklich jeden Geschmack was dabei ist.
Alles in allem also eine sehr gute Wahl!
Lina Hermeling - 2. Jahr Sportgesundheit