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Andre Grünefeld

'Ich werde oft gefragt warum ich in Groningen studiere und warum gerade Human Technology.'

Ich komme ursprünglich aus Leer (Ostfriesland). Leer liegt in der Nordwestlichsten ecke Deutschlands. Also direkt an der Nordsee und der Niederländischen Grenze. Bevor ich mich für diesen Studiengang entschieden habe, habe ich eine Ausbildung zum Industriemechaniker auf der Meyer Werft in Papenburg gemacht. Anschließend habe die Fachoberschule an der BBS II in Leer besucht. Da ich so nah an den Niederlanden wohne war ich schon immer daran interessiert mich dort gut verständigen zu können.

Nun zu der Frage warum ich in den Niederlanden studieren gegangen bin:
Es gibt für mich viele Gründe die für Groningen und die Niederlande sprachen.
zuerst viel meine Wahl auf den Maschinenbau (oder wie es in den Niederlanden heißt „Werktuigbouwkunde“), da meine Ausbildung in diese Richtung ging.
Dann bin ich bei einem Tag der offenen Tür (Open Dag) zufällig auf einen Deutschen Studenten gestoßen der im 4. Jahr Human Technology studiert und mir erklärt hat was man in diesem Studiengang lernt und macht. Dabei habe ich festgestellt das man hier viel praktisch orientierter Arbeitet und weniger Mathematik hat als im Maschinenbau.
Außerdem ist Groningen die größte und auch schönste Studentenstadt in den Niederlanden und zu dem nur 85km von meinem Heimatort  entfernt. Die Hanzehoogeschool Groningen ist eine sehr moderne und wie ich finde schön gestaltete Fachhochschule. Auch herrscht dort ein sehr gutes Klima in dem Umgang miteinander sowohl zwischen den Studenten als auch Dozenten. Wenn man irgendwelche Probleme hat sei es in der Schule oder auch Privat (wie zum Beispiel Probleme bei der Suche einer Studentenwohnung), kann man zu jeder Zeit Kontakt mit den Dozenten aufnehmen. Sie sind sehr hilfsbereit und antworten auch sehr schnell (auf E-Mails sogar in Minuten - und spätestens nach einem Tag).

Im ersten Jahr wird man darauf trainiert die Welt aus einer anderen Sicht zu betrachten – Fehler in Produkten zuerkennen die andere nicht sehen- eben aus Sicht eines HT’ers. Da es diesen Studiengang noch nicht sehr lange gibt, sind hier und da immer wieder dinge die noch am Unterricht verbessert werden können. Doch im Großen und Ganzen macht es mir sehr viel Spaß. Man arbeitet sehr viel in Gruppen zusammen um Aufträge auszuführen wobei man meiner Meinung nach mehr lernt als wenn man in Vorlesungen sitzt und nach 6 Monaten hierüber eine Prüfung schreibt. Ich bereue es also nicht dass ich mich für Human Technology an der Hanzehoogeschool Groningen entschieden habe.
Das Studium in den Niederlanden läuft ganz anders ab als in Deutschland. Man arbeitet viel in Gruppen zusammen ohne Lehrer und Dozenten doch wenn man fragen hat muss man sich nicht durch Formulare kämpfen sondern kann die Dozenten direkt drauf ansprechen.
Der einzige Nachteil war somit nur das der komplette Studiengang nur in Niederländisch angeboten wird. Da ich aber schon immer etwas an der Niederländischen Sprache interessiert war, empfand ich auch dieses als kein großes Problem.
Für die Studienrichtung Human Technology hab ich mich entschieden, da man hier viel kreativer sein kann als im Maschinenbau.

Jetzt möchte ich noch ein Beispiel geben was wir während des Studienganges machen:
Als nächstes Projekt sollen wir für eine Spielzeug Firma  „bergtoys“ ein völlig neues Produkt entwickeln, welches in ihr Angebot passt (Spielzeuge für draußen) wir sollen also entweder etwas Bestehendes verbessern oder etwas was völlig neues machen. Natürlich müssen die Kinder von heute dieses Produkt dann auch haben wollen. Es werden suchen im Internet angestellt (Desk research), Interviews mit Kindern und vielleicht Eltern abgenommen, und die Kinder werden beim Spielen beobachtet. Danach wird das dann alles zusammen getragen und überlegt was man nun entwickeln kann. Das wird dann mit dem Konzern besprochen und geklärt ob es auch machbar ist. Dann könnte das Produkt gebaut werden und zum Testen an Kinder weiter gegeben werden.

Nun zu den  Freizeitaktivitäten in Groningen:
In seiner Freizeit kann man hier eine ganze Menge machen.

  • Wie zum Beispiel die ACLO (hier gibt es eine große Auswahl an Sportlichen Aktivitäten zum studentenpreis…)
  • Wer gerne feiern geht findet in Groningen auch immer etwas, egal an welchem Wochentag. Irgendwo ist hier immer etwas los ob in einer Kneipe, Diskothek oder auf einer Studentenparty.

Andre Grünefeld - Human Technology