Bevor ich nach Groningen gekommen bin, habe ich in Deutschland zuerst mein Abitur an einem Wirtschaftsgymnasium gemacht und anschließend eine zweijährige Ausbildung im kaufmännischen Bereich absolviert. Obwohl mir meine Ausbildung sehr viel Spaß gemacht hat, ist mir früh bewusst geworden, dass ich nicht für die nächsten Jahre auf diesem Bildungsstand bleiben möchte.
Als meine Freundin mich gebeten hat, mit ihr für eine Zimmerbesichtigung nach Groningen zu fahren, habe ich mich quasi auf den ersten Blick in die Stadt verliebt. In Groningen ist alles zentral gelegen und überall sieht man junge Leute durch die Gegend „fietsen“. Die Innenstadt bietet gerade für Frauen super Einkaufsmöglichkeiten und die Grachten verleihen der Stadt einen ganz eigenen Charme. Die Menschen sind sehr international und freundlich.
Ich war von Groningen überzeugt, und das obwohl ich die Hanze University of Applied Sciences noch nicht einmal gesehen habe. Über das Internet habe ich mich dann genauer informiert und mein Interesse am Studiengang internationale Betriebswirtschaft wurde geweckt. Am Tag der offenen Tür konnte ich mir einen Einblick verschaffen und Kontakt zu Studenten aufnehmen. Besonders gefallen hat mir der Campus gefallen – er ist so riesig und hat vieles zu bieten, wie zum Beispiel ein eigenes Sportzentrum.
Studium auf Deutsch oder Englisch
Parallel dazu hat mir ein Berufsberater in Deutschland ebenfalls nur Positives über das Studieren in den Niederlanden erzählt. Die Entscheidung auf eine Fachhochschule zu gehen traf ich, weil mir die viele Projektarbeit sehr zusagte. Nach meiner abgeschlossenen Ausbildung wollte ich mich nicht in riesigen Vorlesungssälen, sondern in kleinen Klassen mit dem Fokus auf projektorientierten Unterricht wiederfinden. Vorab musste ich mich bereits entscheiden, ob ich den Studiengang auf Englisch (International Business & Management Studies) oder auf Deutsch (Internationale Betriebswirtschaft) belegen sollte.
Im ersten Halbjahr habe ich zunächst auf Englisch studiert, was mir jedoch sehr schwer fiel. Probleme bereiteten mir der fehlende Business Englisch Wortschatz. Leider hatte ich im Gegensatz zu vielen anderen Studenten nicht die Möglichkeit Auslandserfahrung vor dem Beginn des Studiums zu sammeln. Durch den Wechsel in den deutschsprachigen BW-Studiengang verlief das ganze erste Jahr für mich etwas chaotisch. Jedoch konnte mit der Hilfe meines persönlichen Beratungslehrers und einer guten Organisation meinerseits das Jahr erfolgreich abschließen.
Auslandsemester und Auslandspraktikum
Die Aussicht auf ein Auslandssemester und ein Auslandspraktikum im dritten Studienjahr war ein weiterer Faktor für meine Studienwahl. In meinem Studiengang wählt man am Anfang neben Englisch eine zweite Fremdsprache. Ich entschied mich für Spanisch, da ich diese Sprache schon im Abitur hatte und meine Kenntnisse nun weiter vertiefen wollte.
Da ich mich relativ spontan für das Studium entschieden habe, verlief die Wohnungssuche leider nicht ganz unproblematisch. Der Wohnungsmarkt in Groningen ist nämlich hart umkämpft und die Studentenwohnheime sind auf Dauer nicht empfehlenswert.
Zuletzt muss ich noch das Nachtleben in Groningen erwähnen. Die jährliche Einführungswoche „Kei-Week“ sollte man auf gar keinen Fall verpassen, da man während dieser Zeit nette Leute aus verschiedenen Studiengängen kennenlernen und die ersten Kontakte aufbauen kann, sowie wie einen Einblick in das Groninger Partyleben bekommt.
Katharina Muntel - 2. Jahr Internationale Betriebswirtschaft