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Birger Luckow

'Durch das Studium stehen mir viele Türen offen.'

Nach meiner Ausbildung war mir klar, dass ich meine Karriere weiter voran bringen möchte. Dabei ging mein erster Blick zu den deutschen Unis. Aber volle Hörsäle, in denen dich niemand kennt und wenig Internationalität vorhanden ist, waren ausschlaggebende Punkte dafür, dass ich mich umorientieren wollte. Durch Zufall bin ich auf die Hanze gestoßen. Ich habe mich gleich für den nächsten Tag der offenen Tür angemeldet und dieser Besuch hat mich gleich überzeugt. Darauf habe ich gleich mein Anmeldeformular ausgefüllt und war im April schon für eine Uni immatrikuliert. So schnell kann das gehen.

Mein erstes Jahr verging sehr schnell. Ich musste mich nicht nur an das Unileben, sondern auch an ein fremdes Land mit einer anderen Sprache, anderen Gewohnheiten und einer anderen Kultur gewöhnen. Es fiel mir leicht neue Kommilitonen kennen zu lernen, da die International Business School eine kleine Fakultät ist. Schon in der ersten Woche gab es verschiedene Veranstaltungen, bei denen man sich kennenlernen konnte. Noch heute zählen die Leute, die ich in der ersten Woche kennengelernt habe, zu meinen besten Freunden hier.

Im zweiten Jahr ging es schon in die Hauptphase des Studiums. Man kannte schon viele Gesichter und die Uni war auch nichts Neues mehr. Jedoch gab es einen großen Unterschied zum ersten Jahr. Die Wahl für das Ziel des Auslandssemester musste getroffen werden. Die Uni hat ein vielfältiges Angebot und deshalb benötigt es schon eine kleine Bedenkzeit, um zu entscheiden wo man hingehen möchte. Ich entschied mich damals für Ecuador.

Zum Studium kamen nun auch viele internationale Gruppenarbeiten und Kurse. Ich konnte meine Sprachkenntnisse weiter verbessern und am Ende war es kein Problem mehr mit Chinesen und Spaniern zusammen zu arbeiten. Dies ist eine große Möglichkeit sich selber in einer neuen Situation zu beobachten und daran zu wachsen.

Mein Auslandssemester in Ecuador
Das dritte Jahr ist das Jahr, auf welches alle Studenten warten. Man arbeitet im wahrsten Sinne des Wortes auf dieses Jahr hin. Da ich mich im zweiten Jahr schon für Ecuador entschieden hatte, bin ich gleich am Anfang des Sommers nach Ecuador geflogen. Ich hatte somit noch zwei Monate Zeit um das Land kennenzulernen und einen Sprachkurs dort zu besuchen. Ich habe die Zeit wirklich genutzt, um Kontakte zu knüpfen und Land und Leute zu erforschen. Ich war an der Küste und habe dort für zwei Wochen gesurft. Außerdem habe ich einige Ausflüge mit der Sprachschule unternommen. So kam ich mit weiteren Ausländern ins Gespräch. Der Sprachkurs bereitete mich nochmal intensiv auf ein Studium auf Spanisch vor. Mein Ziel war es, dass ich nach meinen Aufenthalt fließend Spanisch sprechen kann.

Mein erster Tag an der Uni in Ecuador war sehr aufregend. Ich bemerkte schnell, dass ich der einzige Ausländer an der gesamten Uni war. Ich war also schnell das Gesprächsthema auf dem Campus und man nahm mich sofort gut auf. In den folgenden Wochen und Monaten schloss ich wahre Freundschaften. Der Unterricht war für mich insofern interessant, da ich meine Kurse frei wählen konnte. Durch viele Gespräche bekam ich ein tiefes Hintergrundwissen und mit der Zeit interessierte ich mich immer mehr für die Geschichte des Landes.

Während meiner Studienzeit hatte ich die Möglichkeit zu reisen. So konnte ich ein Naturwunder auf den Galapagos Inseln bewundern und erleben. Ich schwamm mit Robben und konnte Riesenschildkröten aus nächster Nähe beobachten. Weiterhin bin ich nach Peru gereist und habe dort mit Kommilitonen aus Groningen eine Rundreise gemacht. Das schönste Erlebnis war dabei am Machu Picchu, ein Weltkulturerbe auf fast 4000m Höhe. In Ecuador selber bin ich noch in den Amazonas gereist und habe dort für einige Tage bei den Indianern gelebt.

Mein Praktikum in Europa
Noch während meines Aufenthaltes in Ecuador habe ich mich für ein Praktikum beworben. Da ich unbedingt in einem Konzern mein Praktikum machen wollte, bin ich am Ende nach Deutschland zurückgegangen und habe bei einem großen Energiekonzern mein Praktikum absolviert. Ich war im Bereich Projektmanagement tätig. Dort habe in einem Team gearbeitet, welches sich aktuell um eine internationale Restrukturierung einer Abteilung kümmerte. Von Anfang an durfte ich in diesem Team mitwirken und bekam anspruchsvolle Aufgaben übertragen. Das Team war in ganz Europa verteilt, wodurch ich auch im Ausland für das Unternehmen arbeiten konnte. So reiste ich zum Beispiel nach Schweden, Italien und Ungarn, um dort persönliche Gespräche zu führen. Am Ende meines Praktikums durfte ich noch einige Trainings- und eine Veranstaltungstour mitorganisieren und durchführen. Es war ein tolles und spannendes Praktikum. Ich konnte sehr viel lernen und habe einen sehr guten Einblick in das reale Arbeitsleben bekommen.

Momentan befinde ich mich im 4.Jahr meines Studiums und die Realität hat mich nach dem aufregenden Jahr wieder eingeholt. Für die Zeit nach dem Bachelor plane ich entweder einen Master anzuschließen oder mich auf eine Position bei einem Unternehmen zu bewerben. Durch das Studium und die damit verbundenen Aktivitäten stehen mir viele Türen offen. Ich muss mich nur noch entscheiden.

Birger Luckow – 4. Jahr Internationale Betriebswirtschaft