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Stefan Töpfel
Bachelor of Nursing (Teilzeit)

'Pflegepolitik und internationale Entwicklungen'   

Ich arbeite seit 1997 auf einer operativen Intensivstation in der Ammerland-Klinik (350 Betten) in Westerstede. Zuvor habe ich dort die dreijährige Ausbildung zum examinierten Krankenpfleger absolviert. Darüber hinaus bin ich seit vielen Jahren gewähltes Mitglied im Betriebsrat unserer Klinik und vertrete Arbeitnehmerinteressen unter rechtlichen Aspekten gegenüber möglichen Konfliktparteien wie Pflegedienstleitung oder Personalleitung –  vermittle natürlich auch unter Pflegenden und gebe Informationen. Coaching ist ein Schwerpunkt in dieser Tätigkeit. Seit 2006 bin ich mit derzeit der Hälfte meiner Arbeitszeit für die Tätigkeit als stellvertretender Betriebsratsvorsitzender freigestellt. Ich repräsentiere in dieser Funktion auch die Interessen unseres Hauses.

Mehrwert des Studiums
Schon längere Zeit habe ich mit dem Gedanken gespielt ein Studium zu beginnen (und erfolgreich abzuschließen). In diesem niederländischen Studiengang wird die Krankenpflege aus ganz anderen, weiträumigeren Blickwinkeln betrachtet. Insbesondere mein Verständnis für Pflegepolitik und internationale Entwicklungen ist gewaltig gewachsen. Ein Mehrwert des Studiums ist für mich beispielsweise der hinterfragende Blick auf pflegerisches Geschehen als „außenstehender Betrachter“ mit dem Anspruch, systematisch einen Lösungsansatz zu finden. Organisation von - und Kommunikation in Arbeitgruppen ist ein elementarer Bestandteil meiner Arbeitsweise geworden.

Kombination Privatleben, Studium und Arbeit
Zeitlich stimme ich Privatleben, Arbeit und Studium aufeinander ab - was eine sehr große Herausforderung ist. Aber es geht. Für meine Frau und mich ist es ein wichtiger Teil der Erziehung unserer Kinder (6 u. 8 J.), Lernen und Studieren zu etwas Alltäglichem zu machen. Mit Erfolg: Wenn ich zu Hause im Büro sitze „studiere ich nicht schon wieder“, sondern „Papa studiert“ – gesagt mit aller Akzeptanz und Selbstverständlichkeit. Das macht Eltern stolz. Auch die Kinder waren mittlerweile schon einige Male in Groningen und kennen den schönen, denkmalgeschützten Hochschulkomplex aus der Bauhauszeit von außen – und innen.

Zeitmanagement
Aus Verantwortung der Familie gegenüber habe ich einen Teilzeitstudiengang gewählt: Erst die Familie und dann lange Zeit nichts. Wenn ich Zeit finde, studiere ich. Im Schnitt komme ich auf 1.5-2 Stunden am Tag – plus „Powerinput“ in der Woche vor den Klausuren. Ich studiere zumeist am Abend. Als Lehrinhalt spielte das Zeitmanagement insbesondere in der ersten Periode eine wichtige Rolle. Das war auch gut so! Da die Integralen Aufträge für ein Quartal (halt Bachelor) gestellt werden, ist eine gute Selbsteinteilung der Zeit möglich. Ansonsten ist die Studienlaufbahnbegleitung ein echtes Plus für die Akademie.